
Das Nordelbische Frauenwerk engagiert sich in Bildungsangeboten, Veranstaltungen, Kampagnen, Projekten und Stellungnahmen zur interkulturellen Frauenarbeit. Im Dialog zwischen den unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Konfessionen liegt eine große Chance und Herausforderung für die zukünftige Gestaltung unserer Gesellschaft. Das Nordelbische Frauenwerk bezieht möglichst viele Religionen und auch nicht-religiöse Frauen in den Dialog ein. Wir schaffen Orte für Begegnungen auf Augenhöhe an denen gegenseitiges Zuhören, voneinander Lernen und respektvolles Fragen möglich sind. So entwickelt sich Verständnis füreinander und interkulturelle Kompetenz. Frauen werden als Brückenbauerinnen zwischen unterschiedlichen Kulturen gestärkt und liefern einen wertvollen Beitrag für das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben.
Das Nordelbische Frauenwerk beteiligt sich intensiv am interreligiösem Frauendialog, insbesondere zwischen muslimischen und christlichen Frauen. Ansprechpartnerinnen sind die Frauenausschüsse/Frauenbeauftragten der SCHURA (Rat der islamischen Gemeinschaften) in Hamburg und Schleswig-Holstein. In der Auseinandersetzung um eine muslimische, Kopftuch tragende Referendarin in Schleswig-Holstein hat das Nordelbische Frauenwerk 2006 öffentlich Stellung bezogen zugunsten des Selbstbestimmungsrechtes der Frauen: „Für uns als Nordelbisches Frauenwerk kann es deshalb nicht von Interesse sein, im Namen der Emanzipation der Frauen ein Verbot des muslimischen Kopftuches zu fordern. Vielmehr setzen wir uns ein für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen, dieses Kleidungsstück zu tragen oder es nicht zu tragen. Des Weiteren halten wir es für nicht zielführend, die Frage der Unterdrückung von Frauen bei den Muslima auf das Thema Kopftuch reduzieren.“
Kopftuchkonflikt
In Zusammenarbeit mit dem Frauenausschuss der Schura Hamburg wurden 2006 - 2007 eine Reihe von Studientagen zum christlichen-islamischen Dialog durchgeführt.
Die Themen waren:
Kleider, Küche, Kult: Von Kopftücher, Schweinefleisch und Sonntagsruhe
Maria und Co. - Tolle Frauen in Bibel und Koran und in unseren Gesellschaften
Von rüpelhaften Jungs und eingesprerrten Mädchen, von zuviel Alkohol und frühem Sex
Theologie von Frauen für Frauen - was hat die theologische Frauenbewegung in Koran und Bibel entdeckt?
"Heimat" in Bibel und Koran?
Eine ausführliche Dokumentation der Studientage finden Sie hier
Seminare zur Interkulturellen Frauenarbeit finden Sie hier
FrauenSeminare
Weitere Informationen gibt
Irene Pabst
Irene Pabst
040 / 30 620 - 13 60
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